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Investitionsziele | Umweltsektor 2011 | Europa


Herausforderung:
Schwierige Recherche der relevanten Daten

Ein russischer Investmentfonds beauftragte uns mit der Identifizierung potentieller Investitionsziele in Europa. Als mögliche Targets waren die europaweit jeweils größten Unternehmen in den Sektoren  Wasserkraft, Wasseraufbereitung/Abwasserentsorgung sowie Müllentsorgung/-aufbereitung vorgegeben. Die Herausforderung der Analyse bestand in der Recherche der für die Bewertung relevanten Daten. Denn obwohl es sich bei den meisten Unternehmen um börsennotierte Gesellschaften bzw. berichtpflichtige Unternehmen handelt, werden die zur Analyse notwendigen Detaildaten nur rudimentär veröffentlicht.



Weg:
In drei Schritten zum Ergebnis

In einem ersten Schritt wurden in allen europäischen Ländern die größten zehn Anbieter mittels Datenbankrecherche identifiziert und deren letzte Jahresabschlüsse ausgewertet. Danach wurden alle Unternehmen persönlich kontaktiert, um im Rahmen einer Primärerhebung die für die Analyse fehlenden Informationen zu generieren, etwa Abgrenzung der Umsätze nach Marktsegmenten und Teilmärkten, strategische Ausrichtung der Unternehmen, usw.. In einigen Fällen wurden uns die notwendigen Daten von Unternehmensseite jedoch teilsweise verwehrt,  sodass wir auf Schätzungen von Branchenexperten zurückgreifen mussten. Nichtsdestotrotz konnten wir für die Zielmärkte erstmals belastbare Zahlen zum europäischen Markt und Wettbewerb aufbereiten. In einem dritten Schritt wurden in jedem Sektor die 15 größten Anbieter einer detaillierten Ertragsanalyse unterzogen und die Eigentumsverhältnisse durchleuchtet.



Ergebnis:
Die vom Auftraggeber identifizierten Sektoren sind weniger attraktiv als erwartet

Die vom Auftraggeber identifizierten Sektoren sind weniger attraktiv als erwartet. Im Bereich der erneuerbaren Energie konzentriert sich das Wachstum eher auf Windenergie bzw. Photovoltaik, nicht so sehr auf Wasserkraft. Darüber hinaus ist ein gezieltes Investment in Wasserkraft schwierig, da nur zwei der größten Erzeuger einen klaren Fokus auf Wasserkraft haben, davon ist ein Unternehmen verstaatlicht. Der Markt für Wasseraufbereitung/Abwasserentsorgung wird nur zu etwa einem Drittel von privaten Anbietern bedient. Das Wachstum ist gering, Tendenzen zu einer Rekommunalisierung sind klar erkennbar. Die drei größten Player sind französische Anbieter und stehen selbst unter Staatseinfluss. Keines der untersuchten Unternehmen bietet sich als Investitionsziel an. Und im Müllsektor erweisen sich die führenden Anbieter als wenig attraktive Investitionsziele. Entweder bietet die Eigentümerstruktur wenig Ansätze für ein erfolgversprechendes Investment, oder aber das Kerngeschäft der Unternehmen liegt in einem ganz anderen Bereich (z.B. Bausektor). KREUTZER FISCHER & PARTNER empfahlen daher das Suchfeld auf Windenergie auszuweiten und/oder im Bereich der Müllentsorgung/-aufbereitung den Fokus stärker auf lokal agierende und dort gut abgesicherte Unternehmen zu legen.
Case Study | Copyright by KREUTZER FISCHER & PARTNER